Geld und Kreditkarten
In Simbabwe ist der US-Dollar das gängige und weithin akzeptierte Zahlungsmittel. Für Reisende bedeutet das, dass alle alltäglichen Ausgaben wie Unterkunft, Verpflegung, Eintrittsgebühren oder Trinkgelder in US-Dollar beglichen werden. In größeren Städten und touristischen Zentren gibt es Banken, in denen Geld getauscht oder mit Kreditkarte Bargeld abgehoben werden kann. Zwar wächst das Netz an Geldautomaten stetig, dennoch ist deren Funktion nicht immer zuverlässig, weshalb man sich nicht ausschließlich darauf verlassen sollte. Zudem muss man in Banken häufig mit längeren Wartezeiten rechnen.
Besonders wichtig ist es, ausreichend kleine Dollar-Scheine mitzuführen, vor allem 1- und 5-US-Dollar-Noten. Größere Scheine können oft nicht gewechselt werden oder werden ungern angenommen, was im Alltag zu Verzögerungen führen kann. Es empfiehlt sich daher dringend, bereits vor der Abreise im Heimatland US-Dollar in kleiner Stückelung zu besorgen.
In Hotels, Lodges, Restaurants und größeren Geschäften in touristisch geprägten Orten ist die Zahlung mit Kreditkarte in der Regel möglich. In kleineren Städten, abgelegenen Regionen, an Tankstellen sowie an den Eingängen von Nationalparks wird jedoch fast ausschließlich Bargeld akzeptiert. Für diese Situationen sollte man immer genügend US-Dollar mit sich führen.
Reiseschecks spielen im Zahlungsverkehr kaum noch eine Rolle. Sie werden nur eingeschränkt akzeptiert und meist zu ungünstigen Wechselkursen eingelöst, weshalb sie als Zahlungsmittel nicht empfohlen werden.
Essen und Trinken
Essen und Trinken in Simbabwe sind für viele Reisende ein positives Überraschungserlebnis. Die Küche ist insgesamt schmackhaft, abwechslungsreich und in ihrer Ausrichtung mit der südafrikanischen Küche vergleichbar. In touristisch geprägten Unterkünften wie Lodges, Camps und Restaurants stehen vor allem gegrillte Fleischgerichte im Mittelpunkt, die in der Regel von sehr guter Qualität sind. Dazu werden meist Gemüse, Kartoffeln oder Reis serviert. In Regionen am Sambesi oder am Kariba-See kommt auch regelmäßig frischer Fisch auf den Teller.
In Safari-Lodges und abgelegenen Camps wird großer Wert auf eine hochwertige Verpflegung gelegt. Lebensmittel werden häufig aus den größeren Städten eingeflogen oder per Lkw angeliefert. Frische Waren werden in gut ausgestatteten Kühlcontainern gelagert, die meist über Solarenergie oder Generatoren betrieben werden. Dadurch ist die Versorgung zuverlässig, und es fehlt in der Regel weder an Auswahl noch an Qualität.
Das Frühstück fällt in den meisten Unterkünften üppig aus und umfasst Eier, Speck, Toast, Cerealien, Muffins sowie Kaffee, Tee und Fruchtsäfte. Häufig wird zusätzlich traditioneller Porridge über offenem Feuer zubereitet. Desserts bestehen meist aus frischem Obst oder süßen Nachspeisen.
In größeren Städten ist das Angebot in Supermärkten mit europäischen Standards vergleichbar. Dort finden sich ebenso internationale Restaurantketten und Lokale mit indischer, asiatischer oder italienischer Küche. Auch Fast-Food-Angebote sind verbreitet.
Zur traditionellen Küche Simbabwes gehören vor allem Gerichte auf Basis von Maisbrei, bekannt als Sadza, der mit Gemüse und verschiedenen Soßen serviert wird. Biltong, getrocknetes Wild- oder Rindfleisch, ist ein beliebter Snack. Regionale Spezialitäten sind zudem Wildgerichte wie Impala-, Büffel- oder Zebrasteaks. Gelegentlich wird auch Krokodilfleisch angeboten, meist in Form eines zarten Stücks aus dem Schwanz.
Beim Trinken ist Vorsicht geboten: Wasser sollte ausschließlich aus sicheren Quellen stammen, und Trinkwasserflaschen sollten stets original verschlossen sein. Lokale Biere sind in Simbabwe weit verbreitet und von solider Qualität. Wein wird überwiegend aus Südafrika importiert und ist in Hotels, Lodges und Restaurants gut erhältlich.
Sicherheit
Simbabwe hatte über viele Jahre hinweg aufgrund politischer Spannungen einen schlechten internationalen Ruf und wurde von vielen Reisenden gemieden. Aus Sicht von Safari-Reisenden ist dieses Bild heute jedoch weitgehend überholt. In den touristisch erschlossenen Regionen gilt Simbabwe als sicheres Reiseland. Die Bevölkerung ist ausgesprochen freundlich, hilfsbereit und Touristen gegenüber offen eingestellt. In vielen Landesteilen stellt der Tourismus die wichtigste oder sogar einzige Einnahmequelle dar, da Landwirtschaft dort kaum möglich ist. Lodges und Camps sichern daher den Lebensunterhalt ganzer Dorfgemeinschaften und unterstützen oftmals große Familienverbände.
Dennoch ist in größeren Städten wie Harare, Bulawayo und auch in Victoria Falls besondere Vorsicht geboten. Das größte Risiko besteht hier in Diebstählen, insbesondere in belebten Stadtzentren und Menschenansammlungen. Wertsachen, Geld und wichtige Dokumente sollten möglichst nicht offen mitgeführt werden. Empfehlenswert ist die Aufbewahrung im Hotelsafe und ein zurückhaltendes Auftreten im öffentlichen Raum.
In Nationalparks und Wildschutzgebieten ist umsichtiges Verhalten unerlässlich. Die Anweisungen der Guides sollten stets befolgt werden. Spaziergänge auf eigene Faust, insbesondere im Dunkeln, sind strikt zu vermeiden. Ebenso ist vom Schwimmen in Seen oder Flüssen dringend abzuraten, da Krokodile und andere gefährliche Tiere weit verbreitet sind.