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Namibia ist ein Land, das kaum jemanden unberührt lässt – eine weite, stille Welt aus Wüste, Wind und Raum, die mit jeder Fahrt, jedem Blick und jedem Atemzug tiefer unter die Haut geht. Es ist die Mischung aus scheinbarer Leere und überwältigender Schönheit, aus Blutrot der Dünen und dem unendlichen Blau des Himmels, die Namibia so besonders macht. Die Namib, eine der ältesten Wüsten der Erde, entfaltet ein Schauspiel aus Licht und Schatten, besonders rund um Sossusvlei, wo die riesigen Dünen wie lebendige Skulpturen wirken und der Sand im Morgenlicht in Gold- und Kupfertönen glüht. Weiter im Norden zieht der Etosha-Nationalpark Besucher magisch an – eine Welt aus glitzernden Salzpfannen, weiten Savannen und Wasserlöchern, an denen Elefanten, Löwen, Nashörner und zahllose Antilopenarten zusammentreffen. Und dazwischen breiten sich Landschaften aus, die man kaum in Worte fassen kann: zerklüftete Berge, karge Ebenen, tief eingeschnittene Canyons und die geheimnisvolle Skeleton Coast, an der Nebel und Meeresrauschen auf die Einsamkeit der Dünen treffen. Wer möchte, kann auf dem Quadbike durch die donnernden Dünen der Namib gleiten, wilde Küstenabschnitte entlangfahren oder die gesamte Länge des Landes als Selbstfahrer erkunden – ein außergewöhnliches Erlebnis, das den Geist des Landes erst richtig spürbar macht.
Namibia ist rau, einsam, vollkommen – und gerade deshalb verändert es jeden, der hier reist. Viele kehren zurück, weil sie in dieser scheinbar unwirtlichen, zugleich aber tief berührenden Landschaft etwas finden, das sie vorher nicht gesucht haben: die stille, kraftvolle Seele Afrikas.
Unsere Selbstfahrerreisen und geführten Touren durch Namibia gehören zu den eindrucksvollsten Möglichkeiten, dieses außergewöhnliche Wüstenland mit seinen weiten Landschaften und faszinierenden Wildtieren zu entdecken. Klassiker wie der Etosha-Nationalpark oder die majestätischen Sanddünen von Sossusvlei stehen dabei häufig auf dem Programm – oft in Kombination mit dem benachbarten Botswana. Doch unsere Reisen konzentrieren sich nicht nur auf Natur und Tierwelt, sondern ebenso auf authentische kulturelle Begegnungen. Viele der Unterkünfte setzen auf innovative Öko-Technologien und unterstützen lokale Naturschutzprojekte, etwa Anti-Wilderei-Initiativen. Ihre einheimischen Guides geben Ihnen zudem Einblicke in das Alltagsleben, zeigen Ihnen Gemeinschaftsprojekte oder Schulen vor Ort. So wird Ihre Namibia-Reise nicht nur landschaftlich, sondern auch menschlich zu einem bereichernden Erlebnis.
Namibia zählt zu den artenreichsten Ländern Afrikas und beeindruckt mit einer außergewöhnlichen Vielfalt an Tierarten. Vom bekannten Großwild bis hin zu kleinsten Reptilien, Insekten und wirbellosen Tieren begegnen Reisende hier einer Tierwelt, die sich auf beeindruckende Weise an extreme Lebensräume angepasst hat. Gerade diese Anpassungsfähigkeit macht Tierbeobachtungen in Namibia so faszinierend.
Die Namib-Wüste gilt als eine der lebensfeindlichsten Regionen der Erde – und ist dennoch erstaunlich artenreich. Reptilien, Insekten und Spinnentiere prägen das Bild: Dünenheuschrecken, Skorpione, Schlangen, Chamäleons, Eidechsen und die bekannte Radspinne sind hier heimisch. Da es in der Namib kaum regnet, beziehen viele Tiere ihre Feuchtigkeit aus Nebel und Morgentau. Pflanzenreste und organisches Material werden durch den Wind aus dem Landesinneren in die Wüste getragen und dienen als Nahrungsgrundlage. Besonders eindrucksvoll ist der Schwarzkäfer, der morgens gezielt den Nebel sammelt, indem er seinen Körper ausrichtet und das kondensierte Wasser direkt aufnimmt – ein Paradebeispiel für Überlebenskunst in der Wüste.
Ganz anders präsentiert sich die Tierwelt in den Savannen und Schutzgebieten Namibias. In den Nationalparks und privaten Reservaten finden zahlreiche Tierarten sichere Rückzugsräume. Neben den berühmten Big Five – Elefant, Nashorn, Büffel, Löwe und Leopard – leben hier mehr als 130 weitere Säugetierarten, darunter Giraffen, Zebras, Antilopen und viele Raubtiere. Diese Regionen bieten ideale Voraussetzungen für klassische Safari-Erlebnisse mit hervorragenden Beobachtungsmöglichkeiten.
Eine Safari in Namibia eröffnet damit einzigartige Einblicke in sehr unterschiedliche Lebensräume – von der kargen Wüste bis zur tierreichen Savanne – und zeigt die afrikanische Tierwelt in all ihrer Vielfalt und Anpassungsfähigkeit.
Der Etosha-Nationalpark zählt zu den größten und bedeutendsten Naturschutzgebieten Afrikas und gilt als einer der besten Orte für eine authentische Namibia-Safari. Im abgelegenen Norden des Landes gelegen, vermittelt das Schutzgebiet ein Gefühl tiefer Wildnis – und ist dennoch über gut befahrbare Schotterstraßen auch mit einem normalen PKW problemlos erreichbar. Geprägt von der imposanten Etosha-Pfanne, ist der Park ein Paradies für Großwild. Elefanten, Zebras und Giraffen gehören ebenso zum Landschaftsbild wie Wüstenspezialisten: Schwarze Nashörner, Oryx-Antilopen und Springböcke. Auch Löwen, Hyänen und Geparden lassen sich regelmäßig beobachten. Besonders eindrucksvoll sind die zahlreichen, tierreichen Wasserstellen – ein absolutes Highlight in der Trockenzeit von Mai bis Oktober, der besten Reisezeit für Tierbeobachtungen in Namibia.
Zwar gibt es Unterkünfte innerhalb des Parks, doch für mehr Komfort, Exklusivität und ein breiteres Angebot an Safari-Aktivitäten empfiehlt sich ein Aufenthalt in den angrenzenden privaten Reservaten.
Rund um den Etosha-Nationalpark befinden sich mehrere private Wildreservate, die für Reisende besonders attraktiv sind, wenn sie ein hohes Maß an Komfort und ein intensiveres Naturerlebnis suchen. Diese privaten Schutzgebiete grenzen direkt an den Nationalpark, teilen sich oft die gleichen Ökosysteme und ermöglichen Tierbeobachtungen, die ebenso spektakulär sind – jedoch in deutlich exklusiverer Atmosphäre. Während im Nationalpark selbst aufgrund der Besucherzahlen und festgelegten Straßen ein gewisser Trubel entstehen kann, bieten private Reservate ein spürbar ruhigeres und intimeres Safari-Erlebnis. Die Anzahl der Gäste ist streng limitiert, sodass man die Wildnis nahezu ungestört genießen kann. Auch die Safarifahrzeuge sind weniger zahlreich, was Momente der Tierbegegnung besonders authentisch wirken lässt.
In den privaten Reservaten findet man einige der besten Lodges Namibias: stilvolle Unterkünfte, oft mit weitem Blick auf die Savanne, privaten Terrassen und manchmal sogar Wasserstellen direkt vor der Haustür. Die Atmosphäre ist entspannt, der Service persönlich und aufmerksam. Viele Lodges bieten zudem hervorragende Küche, Spa-Angebote und individuell abgestimmte Aktivitäten. Ein weiterer Vorteil: Private Reservate unterliegen nicht den strengen Regularien des Nationalparks. Dadurch können Aktivitäten angeboten werden, die innerhalb Etoshas nicht erlaubt sind, zum Beispiel:
Diese Freiheiten sorgen dafür, dass Tierbeobachtungen oft näher, intensiver und abwechslungsreicher sind als in staatlichen Parks.
Viele dieser privaten Reservate ermöglichen bequeme Tagestouren in den Nationalpark selbst. So kombiniert man das Beste aus zwei Welten: die legendären Wasserstellen Etoshas und die Ruhe sowie Exklusivität der privaten Konzessionen.
Namibia bietet eine Vielzahl außergewöhnlicher Erlebnisse, die Reisende tief in die Magie dieses Wüstenlandes eintauchen lassen. Ganz im Süden beeindruckt der Fish River Canyon, einer der größten Canyons der Welt, mit seinen dramatischen Felswänden, schroffen Schluchten und farbintensiven Gesteinsformationen. Wanderwege entlang der Kante eröffnen immer neue Perspektiven auf dieses Naturwunder, während Aussichtspunkte die Weite und Stille greifbar machen – ein Paradies für Fotografen und Abenteurer.
Weiter nördlich offenbart Damaraland eine völlig eigene Welt: eine Region aus uralten Gebirgen, kargen Ebenen und tiefen Tälern, in der seltene wüstenangepasste Tiere überleben. Hier ziehen Elefanten und sogar Löwen durch die trockenen Flussbetten, und geführte Touren ermöglichen das behutsame Aufspüren dieser einzigartigen Wildtiere in einer überwältigenden Landschaft, die von Jahrmillionen geformt wurde.
An der Küste wiederum erwartet Reisende ein völlig anderes Naturerlebnis. Die Skeleton Coast mit ihrem rauen Nebel, den gestrandeten Schiffswracks und der wilden Brandung wirkt fast surreal, als träfen zwei Welten aufeinander: die unendliche Wüste und der tosende Atlantik. Geführte Ausflüge erschließen die Geheimnisse dieser mystischen Küstenlinie und bieten die Chance, Robbenkolonien, Pelikane und andere Küstenbewohner zu beobachten.
Und schließlich wäre keine Namibia-Reise vollständig ohne die Begegnung mit der Namib-Wüste und den ikonischen Dünen von Sossusvlei. Die riesigen, rotglühenden Sandberge zählen zu den höchsten der Welt und verändern je nach Lichteinfall ständig ihre Farbe. Wer den Aufstieg auf Düne 45 wagt, wird mit einem Sonnenaufgang belohnt, der die Landschaft in ein unwirklich schönes Farbspiel taucht. Ebenso beeindruckend ist Dead Vlei, eine schneeweiße Tonpfanne, in der jahrhundertealte, abgestorbene Bäume wie schwarze Silhouetten vor den hellen Sandbergen stehen – ein Ort, der wirkt, als sei er aus einer anderen Welt.
Windhoek ist meist der erste Berührungspunkt mit Namibia und überrascht viele Reisende mit seinem Mix aus afrikanischer Lebensfreude und kolonialer Architektur. Die Stadt ist kompakt, sauber und umgeben von sanften Hügeln. Besonders sehenswert sind die Christuskirche, der Tintenpalast und die belebten Märkte, auf denen Handwerker ihre Kunstwerke aus Holz, Textilien und Perlen verkaufen. Windhoek eignet sich zudem perfekt, um sich zu akklimatisieren, kulinarische Spezialitäten zu probieren und die Safari-Vorfreude zu genießen.
An der rauen Westküste gelegen, ist Swakopmund eine charmante Küstenstadt, in der Wüste und Meer direkt aufeinandertreffen. Deutsche Kolonialarchitektur, palmenbestandene Straßen und ein frisches Küstenklima verleihen ihr eine besondere Atmosphäre. Die Region ist ein Hotspot für Outdoor-Abenteuer: Wüstentouren mit dem Quad oder Geländewagen, Sandboarding auf hohen Dünen, Kajaktouren zu Robbenkolonien und Bootsausflüge zu Delfinen. Durch die Nähe zur Namib-Wüste und die angenehmen Temperaturen ist Swakopmund ein idealer Ort, um Aktivitäten und Entspannung miteinander zu verbinden.
Nur 30 Minuten südlich von Swakopmund liegt Walvis Bay, geprägt von seiner riesigen Lagune – einem der wichtigsten Feuchtgebiete Afrikas. Unzählige Flamingos färben das Wasser pink, Pelikane segeln lautlos über die Oberfläche, und mit etwas Glück begegnet man sogar Schakalen, die am Strand entlangstreifen. Bootstouren führen tief in die Bucht hinein, wo Delfine, Robben und manchmal sogar Wale gesichtet werden. Ein besonderes Erlebnis ist die Dünenlandschaft von Sandwich Harbour, wo Sandwände steil ins Meer abfallen und die Natur unberührt wirkt.
Der Waterberg ragt wie eine Festung aus der Ebene empor. Sein leuchtend rotes Sandsteinplateau und die üppigen Wälder bieten einen völlig anderen Eindruck als die trockenen Savannen rundherum. Wanderwege führen zu spektakulären Aussichtspunkten, und in den Schutzgebieten leben seltene Arten wie Rappenantilopen und Nashörner. Der Waterberg ist ein wichtiger Ort für Naturschutz in Namibia – und eine wunderbare Region für Reisende, die Wandern und Ruhe suchen.
Ganz im Nordosten erstreckt sich der Caprivi-Streifen, ein schmaler Landzug voller Flüsse, Sümpfe und üppiger Vegetation. Hier erlebt man ein ganz anderes Namibia: grün, wasserreich und voller Tierarten, die man eher aus Botswana oder Sambia kennt. Die Flüsse Kwando, Linyanti und Okavango locken Elefanten, Büffel und unzählige Vogelarten an. Nationalparks wie Bwabwata, Nkasa Rupara und Mudumu sind weniger besucht und bieten ein Safari-Erlebnis, das sich besonders ursprünglich anfühlt – ruhig, wild und voller Authentizität.
Einer der kulturellen Höhepunkte Namibias liegt in Damaraland: Twyfelfontein, UNESCO-Weltkulturerbe und Heimat von über 2.500 Felsgravuren. Diese uralten Kunstwerke wurden vor Tausenden von Jahren von San-Jägern in die rotglühenden Felsen geritzt und zeigen Tiere, Menschen und mythologische Symbole. Die Stimmung vor Ort ist einzigartig – eine Mischung aus Geschichte, Natur und spiritueller Stille, die jeden Besucher tief beeindruckt
Das abgelegene Kaokoland im Nordwesten gehört zu den letzten wirklich wilden Regionen Afrikas. Hier leben die Himba, eines der bekanntesten indigenen Völker Namibias, deren traditionelle Lebensweise bis heute weitgehend erhalten ist. Die Landschaft ist rau, zerklüftet und nahezu menschenleer – ein Paradies für Abenteurer, Offroad-Fans und Reisende, die Namibia in seiner ursprünglichsten Form erleben möchten. Mit etwas Glück sieht man wüstenangepasste Elefanten und sogar Spitzmaulnashörner, die sich in den trockenen Flussbetten bewegen.
Im äußersten Norden, an der Grenze zu Angola, liegen die Epupa Falls – ein spektakulärer Wasserfallkomplex, der sich über Hunderte von Metern erstreckt. Palmen, Baobabs und Felsen umgeben die herabstürzenden Wasserströme des Kunene-Flusses. Die Atmosphäre ist friedlich und fast tropisch. Ein Sonnenuntergang an den Epupa Falls gehört zu den eindrucksvollsten Momenten, die Namibia zu bieten hat.
Namibia ist weit mehr als Dünen und Wüste. Das Land ist ein Mosaik aus dramatischen Landschaften, kulturellen Begegnungen, uralten Felsmalereien, tropischen Flussregionen und atemberaubenden Küsten. Jeder Ort erzählt eine eigene Geschichte, jeder Abschnitt offenbart ein neues Gesicht dieses faszinierenden Landes. Wer Namibia besucht, taucht ein in ein Land voller Kontraste – und findet in jeder Region ein Erlebnis, das tief in Erinnerung bleibt.
Die beste Zeit für eine Safari in Namibia hängt stark davon ab, welche Aspekte des Landes man erleben möchte, denn obwohl Namibia überwiegend aus Wüste besteht, durchläuft es klar unterscheidbare Jahreszeiten. Die Monate von Mai bis Oktober gelten als die klassische Trockenzeit und sind für viele Reisende die ideale Reiseperiode. In dieser Zeit regnet es kaum, die Temperaturen sind tagsüber angenehm warm und der Himmel zeigt sich meist wolkenlos – genau jenes Namibia, das man von Postkarten und Fotobüchern kennt. Besonders im September und Oktober kann es jedoch sehr heiß werden, was man in seine Planung einbeziehen sollte.
Ab November verändern sich die Bedingungen: Mit Beginn der Regenzeit, die etwa bis April andauert, kommt es zu kurzen, heftigen Regenschauern, die die Landschaft erfrischen und vielerorts ein intensiveres Grün hervorbringen. Diese Regenfälle ähneln weniger den langanhaltenden, feinen Nieselregen Europas, sondern treten in kraftvollen, kurzen Gewittern auf, nach denen die Luft klar und die Wüste oft überraschend lebendig wirkt. Für Tierbeobachtungen, vor allem für Vogelliebhaber, ist diese Zeit besonders lohnend. In Regionen wie dem Caprivi-Streifen zeigt sich die Artenvielfalt dann von ihrer besten Seite, und zusätzliche Aktivitäten wie Bootsfahrten werden möglich.
Namibia bietet Safari-Reisenden eine außergewöhnlich große Bandbreite an Unterkünften. Sie reicht von einfachen Campingplätzen mitten in der Natur über familiäre Gästefarmen bis hin zu komfortablen Safari-Lodges und exklusiven Luxus-Camps. In Städten wie Windhoek oder Swakopmund ist die Auswahl groß, in abgelegenen Regionen dagegen bewusst begrenzt – hier wird die Unterkunft oft selbst zum Erlebnis. Viele Lodges liegen spektakulär, bieten Aktivitäten vor Ort und sind der ideale Ausgangspunkt für Natur- und Tierbeobachtungen.
Gästefarmen ermöglichen einen authentischen Einblick in das ländliche Namibia und überzeugen durch persönliche Atmosphäre. Campingplätze sind landesweit verbreitet und ideal für preisbewusste Reisende, die Nähe zur Natur suchen. Safari-Lodges wiederum bieten mehr Komfort, schöne Lagen und oft Restaurants, Pools und organisierte Aktivitäten – in verschiedenen Preisstufen.
Mittelklasse-Lodges und permanente Safari-Camps bieten das beste Verhältnis aus Komfort, Lage und Preis. Sie übernachten in festen Unterkünften, genießen gute Küche, häufig inkludierte Mahlzeiten und entspannen nach Safaris am Pool oder auf der Terrasse. Transfers und Abläufe lassen sich gut organisieren, ohne auf Flexibilität zu verzichten.
Namibia ist flächenmäßig etwa doppelt so groß wie Deutschland, zählt mit rund 2,2 Millionen Einwohnern jedoch zu den am dünnsten besiedelten Ländern der Welt. Im Durchschnitt leben hier nur etwa 2,2 Menschen pro Quadratkilometer – eine Weite, die man im Alltag sofort spürt. Gleichzeitig ist Namibia, ähnlich wie Südafrika, eine echte „Regenbogennation“ mit einer bemerkenswerten kulturellen Vielfalt.
Im Land leben bis zu zwölf verschiedene Bevölkerungsgruppen, die sich in Sprache, Traditionen, Geschichte und Lebensweise unterscheiden. Einige dieser Gruppen sind im Laufe der letzten Jahrhunderte nach Namibia eingewandert, andere – wie die San – gehören zu den ältesten Bevölkerungen des südlichen Afrikas und leben seit Jahrtausenden in dieser Region.
Auf einer Reise durch Namibia haben Sie die Möglichkeit, diese Vielfalt bewusst zu erleben: von der uralten Jäger- und Sammlerkultur der San-Buschmänner bis hin zum heutigen Alltag in traditionellen Dörfern. Begegnungen mit den Menschen vor Ort eröffnen einen tiefen Einblick in das Leben, die Werte und die Geschichte Namibias – und machen das Land weit über seine spektakulären Landschaften hinaus erlebbar.
Namibia ist ein säkularer Staat, in dem es keine festgelegte Staatsreligion gibt. Jeder Einwohner hat das Recht, seinen Glauben frei zu wählen und auszuüben – religiöse Toleranz ist fest in der Gesellschaft verankert. Diese Offenheit spiegelt die kulturelle Vielfalt des Landes wider und prägt den respektvollen Umgang der verschiedenen Bevölkerungsgruppen miteinander.
Die Mehrheit der Bevölkerung ist christlich geprägt: Rund 82 Prozent der Namibier gehören christlichen Kirchen an, darunter vor allem protestantische Gemeinden sowie eine bedeutende katholische Gemeinschaft. Der Einfluss des Christentums geht maßgeblich auf die Zeit der Missionierung zurück, die das religiöse Leben des Landes nachhaltig geprägt hat.
Gleichzeitig haben viele traditionelle Kulturen ihre ursprünglichen Glaubensvorstellungen teilweise bewahrt. In zahlreichen Regionen finden sich sogenannte synkretistische Glaubensformen – eine Verbindung aus traditionellen spirituellen Vorstellungen und christlichen Elementen. Diese Verschmelzung war oft naheliegend, da der Glaube an ein höheres Wesen bereits vor der Christianisierung in vielen namibischen Kulturen verankert war und später häufig mit dem christlichen Gottesbild verbunden wurde.
Essen und Trinken gehören auf Reisen oft zu den schönsten Entdeckungen – und Namibia bildet hier keine Ausnahme. Besonders für Reisende aus dem deutschsprachigen Raum ist die namibische Küche spannend, da sich vielerorts noch heute Einflüsse aus der deutschen Kolonialzeit finden. Deutsche Gerichte und eine ausgeprägte Brautradition werden in Namibia teilweise seit Generationen gepflegt und sind fester Bestandteil der Gastronomie.
Daneben verfügt Namibia über eine eigene, vielfältige Küche, die von den unterschiedlichen Kulturen des Landes geprägt ist. Traditionelle Gerichte, regionale Zutaten und Wildfleisch spielen dabei eine wichtige Rolle und haben durch das wachsende Interesse von Reisenden zunehmend ihren Platz auf den Speisekarten gefunden.
Ergänzt wird das kulinarische Angebot durch internationale Küche, vor allem in den größeren Städten. Dort finden sich zahlreiche Restaurants mit mitteleuropäischem, aber auch internationalem Fokus, sodass Reisende in Namibia sowohl Vertrautes genießen als auch neue Geschmackserlebnisse entdecken können.
Namibia verfügt im afrikanischen Vergleich über einen guten Gesundheits- und Hygienestandard. In Städten ist Leitungswasser meist trinkbar, abgefüllt zu trinken bleibt aber die sichere Wahl. Vorgeschriebene Impfungen gibt es für Namibia nicht, außer bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet. Empfohlen wird, die Standardimpfungen (u. a. Tetanus, Diphtherie, Masern) zu überprüfen. Je nach Reiseroute und Aufenthaltsdauer können Hepatitis A, Typhus und in Einzelfällen Hepatitis B sinnvoll sein.
In Nordnamibia (Caprivi/Sambesi-Region, Kavango, Kunene) besteht Malariarisiko. Hier sind konsequenter Mückenschutz und eine ärztliche Beratung zur Prophylaxe ratsam. In den meisten klassischen Reiserouten im Süden und Westen ist das Risiko gering bis nicht vorhanden.
Leichte, helle und atmungsaktive Kleidung ist ideal. Baumwolle bewährt sich besonders gut. Trotz Hitze können Abende und Wintermonate (Mai–September) kühl sein – eine warme Schicht gehört ins Gepäck. Sonnenschutz ist essenziell: hoher Lichtschutzfaktor, Hut, Sonnenbrille und ausreichende Flüssigkeitszufuhr. Für Safaris und Wanderungen empfiehlt sich festes Schuhwerk, für Städte und Küste reichen leichte Schuhe oder Sandalen.
Eine Auslandskrankenversicherung inklusive Rücktransport ist dringend zu empfehlen. Medizinische Leistungen müssen vor Ort oft direkt bezahlt werden, Quittungen sollten aufbewahrt werden. Zusätzlich kann eine Reiserücktrittskostenversicherung sinnvoll sein. Im Krankheitsfall hilft die 24-h-Hotline der Versicherung bei Organisation und Kostenabwicklung.
Reisende aus Deutschland, Österreich und der Schweiz benötigen für die Einreise nach Namibia ein Visum oder eine elektronische Einreisegenehmigung (eVisa). An ausgewählten offiziellen Grenzstationen kann das Visum weiterhin bei Ankunft beantragt werden. Alternativ ist eine vorherige Online-Beantragung möglich, die in der Regel kostenpflichtig ist.
Der Reisepass muss bei Einreise noch mindestens sechs Monate gültig sein und über ausreichend freie Seitenverfügen. Für eine reine Namibiareise reicht meist eine freie Doppelseite, bei Weiterreisen nach Botswana oder Simbabwe sollten mehrere freie Seiten eingeplant werden. Zusätzlich ist ein Weiter- oder Rückflugticket vorzulegen.
Wir empfehlen, Kopien von Reisepass und Flugunterlagen digital und in Papierform mitzuführen, um im Notfall Zeit zu sparen.
Hinweis: Einreisebestimmungen können sich kurzfristig ändern.
Für die Anreise nach Namibia empfehlen wir Ethiopian Airlines. Die Airline überzeugt durch ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und einen zuverlässigen Service. In der Economy Class sind zwei Gepäckstücke à 23 kg, eine kostenfreie Sitzplatzreservierung sowie der komplette Bordservice inklusive Mahlzeiten, alkoholfreier Getränke, Decke und Kopfhörer bereits enthalten.
Besonders angenehm sind die Nachtflüge: Sie starten ab Frankfurt, fliegen über Addis Abeba und erreichen Windhoekam nächsten Tag zur Mittagszeit – ausgeruht und bestens vorbereitet für den Start Ihrer Reise. Die Gesamtreisezeit beträgt rund 12,5 Stunden.
Ethiopian Airlines ist zudem einer der wichtigsten Fluganbieter im südlichen Afrika und verbindet Namibia zuverlässig mit zahlreichen regionalen Zielen. Als Mitglied der Star Alliance bietet die Airline ein dichtes Streckennetz mit Verbindungen unter anderem nach Kapstadt, Johannesburg, Victoria Falls, Gaborone, Harare, Lusaka oder Maputo.
Gerade bei längerer Anreise zum Abflughafen oder frühen Abflugzeiten erweisen sich die gut abgestimmten Umsteigeverbindungen und der hohe Komfort an Bord als klarer Vorteil.
In Namibia zahlen Sie mit dem Namibia-Dollar (N$ / NAD). Praktisch: Der Südafrikanische Rand (ZAR) wird vielerorts ebenfalls akzeptiert, weil beide Währungen eng gekoppelt sind. In Städten können Sie meist mit Kreditkarte (vor allem Visa/Mastercard) zahlen, trotzdem sollten Sie immer Bargeld dabeihaben – gerade für kleinere Shops, Trinkgelder und unterwegs. Bargeld bekommen Sie an Geldautomaten in den größeren Orten und an Flughäfen; in sehr abgelegenen Regionen kann die Versorgung aber dünn sein.
Geldwechsel und Abhebungen sind in Windhoek, Swakopmund und anderen Zentren problemlos möglich. Außerhalb der Städte lohnt es sich, vorauszuplanen: Wer lange Strecken fährt, sollte nicht erst im letzten Moment nach Bargeld suchen.
Nicht überall ist Kartenzahlung selbstverständlich – und besonders auf langen Routen gilt: Lieber einmal mehr tanken und Bargeld auffüllen, wenn sich die Gelegenheit bietet.
Englisch ist die offizielle Sprache und für Reisende in der Regel völlig ausreichend. Zusätzlich hören Sie häufig Afrikaans und in manchen Regionen auch Deutsch. In ländlichen Gebieten prägen zudem viele lokale Sprachen den Alltag – ein freundliches „Hello“ und ein Lächeln öffnen fast immer Türen.
In größeren Städten gibt es ordentliche Mobilfunknetze, auf dem Land kann es Funklöcher geben. Viele Unterkünfte bieten WLAN – oft ausreichend für Nachrichten, aber nicht immer „europäisch schnell“. Strom liegt meist bei 220–240 Volt; häufig brauchen Sie einen Adapter für dreipolige Steckdosen (am besten schon vor Reisebeginn einpacken oder vor Ort besorgen).
Je nach Jahreszeit kann Namibia gleich oder eine Stunde vor Deutschland/Österreich/Schweiz liegen. Für die Reiseplanung ist das meist unkompliziert – für Umstiege und Abholzeiten dennoch gut, es kurz im Kopf zu haben.
Eine Safari in Namibia ist ein einzigartiges Abenteuer, und eine sorgfältige Vorbereitung kann den Unterschied ausmachen. Hier ist eine empfohlene Packliste:
Kleidung:
Persönliche Artikel:
Technische Ausrüstung:
Reisedokumente und Geld:
Sonstiges:
Vergessen Sie nicht, die Gepäckbestimmungen und -beschränkungen Ihres Fluganbieters und der von Ihnen gebuchten Safaritouren zu überprüfen, insbesondere wenn Sie mit kleineren Charterflugzeugen unterwegs sind. Es ist auch ratsam, vor Ihrer Reise nach Namibia die aktuellen Gesundheitshinweise und Impfempfehlungen zu überprüfen.
Sie können auch jede hier angebotene Reise individuell anpassen oder Ihre Wunschreise selbst zusammenstellen. Wir helfen Ihnen dabei!
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